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Interview: Wie BrotZeit Kindern einen Raum zum Essen gibt

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Liebe Frau Heigl, wie lange sind Sie mittlerweile für Brotzeit im Einsatz?

Ich engagiere mich bei BrotZeit seit mittlerweile elf Jahren, bin also schon seit Beginn dabei.

BrotZeit funktioniert gerade deshalb so gut, weil viele engagierte Menschen ehrenamtlich helfen. Wie kam es zu Ihrem Engagement bei BrotZeit?

Mich hat damals ein mir bekannter Hausmeister auf das Projekt aufmerksam gemacht. Damals wurden ehrenamtliche Helfer gesucht und da ich ein großes Herz für Kinder habe, musste ich nicht lange überlegen.

Wie läuft so ein typischer Morgen für Sie ab?

Unser Prinzip ist, dass wir den Kindern einen Raum geben, wo miteinander gegessen wird, wo miteinander kommuniziert wird, wo man sich kennenlernt. Ich bestücke das Buffet und sorge dafür, dass alles reibungslos ablaufen kann. Wir haben ein Buffet mit vielen verschiedenen Lebensmitteln wie Marmelade, Wurst, Käse, Joghurt, Müsli, alles, was man sich denken kann. Die Kinder genießen es, dass sie ganz alleine auswählen dürfen, was sie essen wollen. Die Kinder schmieren sich ihre Brote selber und werden so direkt auch etwas selbstständiger. Sie können selber sagen, heute esse ich ein Müsli und morgen trinke ich einen Kakao und esse Wurstbrot.

Woran liegt es, dass so viele Kinder ohne Frühstück in die Schule gehen?

Die Gründe sind sehr vielfältig. Mich ärgern aber besonders die Fälle, in denen die Eltern aus Bequemlichkeit nicht dafür sorgen.

Welche Erfolge lassen sich beobachten, abgesehen davon, dass die Kinder nicht mehr hungrig sind?

Ich beobachte, dass die Kinder sich im Frühstücksraum kennenlernen und miteinander essen. Das gesellige Miteinander spielt eine wichtige Rolle. Die Kinder lernen, was gemeinsames Essen bedeutet. Die Kinder gehen danach satt und zufrieden in den Unterricht. Außerdem versuchen wir auch darauf zu achten, dass die Kinder sich an gewisse Essmanieren halten.

Ist es viel Arbeit oder überwiegt die Freude am Helfen?

Es ist natürlich viel Arbeit, macht aber unheimlich viel Spaß!

Wie kann man das Projekt unterstützen?

Spenden helfen uns besonders, weil das ganze viel Geld kostet. Durch die Spenden können wir den Kindern auch etwas Abwechselung bei der Auswahl der Lebensmittel bieten. Wir versuchen die Kinder saisonal auch mal mit etwas Besonderem zu überraschen, damit es nicht langweilig wird.

 

Neugierig? Hier erfahren Sie mehr über die Initiative BrotZeit.

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